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Computer Science IX
Human-Computer Interaction — Computer Science IX — University of Würzburg

Formalities for Writing a Thesis

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Der Folgende Text wurde in großen Teilen aus Quellen von Prof. Dr. Matthias J. Wieser und Prof. Dr. Wilfried Kunde übernommen. Wir bedanke uns herzlich für deren Erlaubnis ihre Inhalte hier zu veröffentlichen!

Die Informationen auf dieser Seite sind als Tipps und Kommentare zu verstehen und haben nicht den Anspruch auf Gültigkeit. Klären Sie offene Fragen immer mit Ihrem Betreuer und konsultieren Sie Ihre ASPO und FSB. Wir bemühen uns sehr um die Korrektheit und Aktualität, können diese jedoch nicht gewährleitsten. Falls sie Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zu diesem Service haben, schreiben Sie uns bitte.

1. Technische Formalia

  • Sprache: Deutsch oder Englisch, je nach Angaben in der gültigen APSO und FSB
  • Zitierweise, bei deutscher Sprache gemäß DGPs, bei englischer Sprache gemäß APA
  • Zusätzlich zur fachlichen Korrektheit ist auf eine angemessene sprachliche Gestaltung sowie ein passendes Layout zu achten (siehe unten).
  • Eine LaTeX-Vorlage des HCI-Lehrstuhls für Abschlussarbeiten ist unter diesem Link zu finden.

1.1 HCI-Projekt

  • Umfang: 10 Seiten Textteil, also von Anfang der Einleitung bis zum Schlusssatz.
  • Arbeitsumfang: 10 ECTS also 10 mal 30 Stunden

2. Layout

2.1 Thesis and Exposé

  • Zeilenabstand: 1.5 (innerhalb von Tabellen und Fußnoten: einzeilig)
  • Seitenränder: rechts/links: 3cm, oben/unten: 2,5 cm, Seitenzahl rechts oben
  • DIN A4, hochkant
  • Blocksatz
  • Klare Schriftarten in angemessenen Größen. Etwa Arial (Schriftgröße 10-11) oder Times New Roman (Schriftgröße 11-12).
  • Die Überschriften verschiedener Gliederungsebenen lassen sich durch Einrückung sowie durch eine beliebige Kombination von fetter und kursiver Schrift voneinander abgrenzen. Auch hier sollten keine Unterstreichungen verwendet werden.
  • Die erste Zeile eines Abstatzes im Fließtext sollte eingerückt werden.
  • Überschriften sollten in verschiedenn Gliederungsebenen nummeriert werden
  • Die Überschriften verschiedener Gliederungsebenen lassen sich durch Einrückung sowie durch eine beliebige Kombination von fetter und kursiver Schrift voneinander abgrenzen. Auch hier sollten keine Unterstreichungen verwendet werden.
  • Der Fließtext sollte unbedingt in einer konstanten Schriftart und -größe geschrieben sein. Abweichende Formatierungen können für Überschriften sowie Abbildungen und Tabellen verwendet werden.
  • Hervorhebungen im Text sollten vermieden werden, wenn dann einheitlich durch entweder fette oder kursive Schrift erfolgen, nicht jedoch durch Unterstreichung.

2.2 Web-Content of Exposé

The exposé web-content has to be handed in as a GitHub Flavored Markdown .md-textfile together with the images.

  • In the Markdown file images have to be added in the following form: ![](/assets/images/topics/original-size/IMAGE_FILENAME.jpg) *CAPTION_OF_IMAGE*
  • Image files have to be handed in in the following form:
    • JPEG file format
    • Width 730 pixles
    • File name: topic-TOPIC_SHORT_NAME-STUDENT_SURNAME-NUMBER_OF_IMAGE.jpg
  • Make sure that lists are preceded by an empty line

3. Wissenschaftlicher Stil

Zu einem guten wissenschaftlichen Stil gehören u.a. folgende Punkte:

  • Alle inhaltlichen Feststellungen und Argumentationspunkte werden durch passende Literaturangaben untermauert. In der Regel geschieht dies durch indirekte Zitate: „Studien zum Gesangsverhalten von Walen haben große Ähnlichkeit zwischen verschiedenen Arten festgestellt (Randolph, 1986).“
  • Wörtliche Zitate sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Genauso ist die obige Formulierung meist der direkten Nennung der Autoren im Fließtext vorzuziehen.
  • Kritik an beschriebenen Studien anderer Autoren wird sachlich und faktenbasiert aufgeführt.
  • Alle verwendeten Abkürzungen (ANOVA, EEG, ...) müssen zunächst eingeführt werden. Hierzu wird der Begriff einmal ausgeschrieben und die Abkürzung in Klammern angegeben.
  • Hypothesen werden präzise aus bisherigen Befunden und Theorien hergeleitet.
  • Statistische Kennwerte werden konform mit gängigen Systemen (APA, DGPs) berichtet. Insbesondere beinhaltet dies die Angabe von Teststatistiken (zwei Dezimalstellen), dazugehörigen Freiheitsgraden, p-Werten (drei Dezimalstellen ohne Führungsnull) und angemessenen Maßen der Effektstärke.
  • Einschränkungen der eigenen Studie (Konfundierungen; wichtige, aber nicht kontrollierte Störvariablen) werden thematisiert.
  • Einführung einer Abkürzung bei Erstnennung im Fließtext mit Großbuchstaben zumindest am Anfang. Ab der Zweitnennung konsequent nur noch die Abkürzung verwendne. Bei vielen Abkürzbungen kann auch ein Abkürzungsverzeichnis erstellt werden.

4. Abbildungen und Tabellen

  • Abbildungen und Tabellen werden jeweils fortlaufend nummeriert; hierbei werden separate Nummerierungen für Abbildungen einerseits und Tabellen andererseits verwendet.
  • Auf jede Tabelle und Abbildung muss mindestens einmal im Text referenziert werden.
  • Die Ergebnisdarstellung sollte in der Regel mindestens eine Abbildung oder Tabelle enthalten, auf die im Text Bezug genommen wird.
  • "A figure [and table!] should stand on its own, containing all the information that is necessary to understand it. Good captions contain multiple sentences; the caption provides context and explanation. For examples, see magazines such as Scientific American and American Scientist. The caption may also need to explain the meaning of columns in a table or of symbols in a figure. However, it's even better to put that information in the figure proper; for example, use labels or a legend." (from Michael Ernst: Writing a technical paper)
  • Read the paragraph Figures in Michael Ernst: Writing a technical paper

4.1 Abbildungen

  • Bildunterschriften sind ein Abstract des Bildes: Der Inhalt der Abbildung muss klar sein wenn man sich nur die Bildunterschrift durchließt und die Abbildung nicht anschaut!
  • Nur dann einstetzen wenn, darüber Informationen vermittelt werden
  • Abbildungen haben üblicherweise keinen Titel.
  • Mittelwertsdiagramme werden durch geeignete Fehlerbalken ergänzt (Standardfehler oder Konfidenzintervalle; nicht jedoch Standardabweichungen). Die Art der Fehlerbalken muss sich am verwendeten Design orientieren und immer angegeben werden.
  • Achsen werden in klaren und möglichst serifenlosen Schriftarten beschriftet (z.B. Arial). Die Achsenbeschriftung der y-Achse sollte die verwendete Maßeinheit angeben. Die Beschrif- tung der x-Achse sollte inhaltlich interpretierbare Begriffe verwenden (schlecht: „Experimen- talgruppe“, „Kontrollgruppe“; gut: „Schnelligkeitsinstruktion“, „Genauigkeitsinstruktion“).
  • Experimentelle Bedingungen müssen durch eine geeignete Gestaltung deutlich voneinander abgegrenzt werden. Werden die Bedingungen durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet, muss die Abbildung auch in Farbe gedruckt werden.
  • Die Abbildungsbeschriftung wird direkt unter oder neben der Abbildung platziert und enthält eine kurze und prägnante Beschreibung der dargestellten Inhalte. Bei Abbildungen mit mehreren Panels (A, B, C, ...) wird auf jedes Panel einzeln Bezug genommen.
  • Abbildungen sollten in einer ausreichenden Auflösung erstellt werden, um auch gedruckt gut lesbar zu sein. Unterstützt das verwendete Grafikprogramm die Erstellung von Vektorgrafiken (anstelle von Rastergrafiken) sind diese vorzuziehen.
  • Werden nicht selbst erstellte Abbildungen verwendet, muss in der Abbildungsbeschriftung auf die Quelle hingewiesen werden (Copyright beachten).

4.2 Tabellen

  • Tabellen verwenden nur horizontale Linien. Diese Darstellung ist gewöhnungsbedürftig, wird jedoch häufig gefordert und sollte daher immer verwendet werden.
  • Dargestellte Mittelwerte sind durch geeignete Streuungsmaße (bevorzugt Standardfehler oder Konfidenzintervalle) zu ergänzen.
  • Die Tabellenbeschriftung befindet sich direkt über der Tabelle und liefert eine kurze und prägnante Beschreibung der dargestellten Inhalte.
  • Verwendete Abkürzungen und Symbole (z.B. , *, †) werden unterhalb der Tabelle erklärt.
  • Für Zeilen- und Spaltenbeschriftungen sollten inhaltlich interpretierbare Begriffe verwendet werden (vgl. Achsenbeschriftung von Abbildungen).

4.3 Zitationen

Zitationen streng nach APA Style, falls englischer Text, oder nach DGPs Stil, falls deutscher Text. Die Richtinien der DGPs übertragen die APA Richtlinien in den deutschen Sprachraum. Die Richtlinien können in der Universtäts Bioliotek und zum Teil online gefunden werden. Eine Zusammenfassung der APA Richtlinien für Zitate etwa hier.

5. Bewertung

Die folgenden Schemas werden zur abschließenden Notenbildung herangezogen.

5.1 HCI-Projekt

Folgende Aspekte werden mit Werten von 0 - 100 bepunktet und mit einem Gewichtungsfaktor multipliziert. Die Gewichtungsfaktoren werden je nach Schwerpunkt der Arbeit gewählt, beispielsweise etwa 5, 15, 10, 50, 20 gemäß untenstehender Reihenfolge. Die aufgeführten Unterpunkte zeigen Beispiele, die für die Bewertung herangezogen werden können.

  1. Theoretische Einbettung
    • Motivation der Fragestellung
    • Einbettung in HCI Kontext
    • Herausstellung der Methoden, Konzepte und Technologien
    • [...]
  2. Konzepterstellung
    • Eigenständigkeit bei der Konzeptuierung
    • Analyse der Anforderungen
    • Beschreibung und Diskussion der Architekutrkonzepte
    • [...]
  3. Methode
    • Verwendung angebrachter Entwicklungsmethoden
    • Diskussion von Implementierungsalternativen
    • Ggf. Anfertigung von Prototypen und Teststatistiken
    • Ggf. Studiendesign und Druchführung
    • [...]
  4. Technische Arbeit
    • Framework design und Entwicklung
    • Fähigkeit zur Einarbeitung in Softwaresysteme
    • Verwendung entsprechender Konzepte
    • Dokumentaion des Quellcodes
    • [...]
  5. Format
    • Struktur und Form der Arbeit
    • [...]

6. Literatur und Hinweise

Es lohnt sich zu dem Thema, wie wissenschaftliche Arbeiten strukturiert werden, ein wenig zu googlen. Das zerlegen von guten Artikeln (oft zitiert, Awards auf Konferenzen bekommen) auf ihre Struktur und Formelemente hin kann auch sehr aufschlussreich sein. Es empfiehlt sich, sich möglichst früh mit den allgemeinen Richtlinien vertraut zu machen. Diese werden (bei empirischen Arbeiten) mehr oder weniger durch die APA definiert, und von der DGPs an den deutschen Sprachraum angepasst. Mit deren konsquenten Anwendung wertet man seine Arbeit stark auf (80-20 Regel).

  • APA publication manual (in Auszügen online zu finden)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie [DGPs] Richtlinien zur Manuskriptgestaltung (Anpassung der APA Konventionen an den deutschen Sprachraum, online zu finden)
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